Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Vertrag zwischen dir und dem Betreiber von Fluenzino (Denny Alexander De Almeida, Angaben im Impressum). Name und Anschrift stehen nur dort — hier gelten die Regeln der Plattform.
Stand / Version: 2026-08-13
1. Geltung und Vertragsparteien
Diese AGB gelten für die Nutzung der Plattform Fluenzino, einschließlich Website, künftiger Apps und der HTTP-API. Mit der Registrierung (Häkchen) und jeder Buchung akzeptierst du diese Fassung.
Fluenzino vermittelt Buchungen zwischen Unternehmen und Creatorn. Der Vertrag über die kreative Leistung kommt zwischen Unternehmen und Creator zustande. Fluenzino wird nicht Arbeitgeber, Agentur im klassischen Sinne oder Partei dieses Leistungsvertrags, außer wo diese AGB ausdrücklich etwas anderes sagen (Plattformgebühr, Zahlungsabwicklung, Moderationsentscheidung).
Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer und selbstständige Creator (keine Verbraucher). Nutzung erst ab 18 Jahren. Minderjährige dürfen weder buchen noch gebucht werden.
2. Identität, Zahlungsströme und Geldwäscheprävention
Fluenzino darf nicht dazu genutzt werden, Geld zu waschen, Herkunft zu verschleiern, Sanktionen zu umgehen oder Scheingeschäfte vorzutäuschen. Das ist der harte Kern dieser AGB. Wer das versucht, fliegt — Konten werden gesperrt, Buchungen gestoppt, Zahlungen zurückgehalten oder erstattet, und wir dürfen Behörden und Zahlungsdienstleister informieren.
Insbesondere ist verboten:
- Buchungen ohne echte Leistung nur, um Geld über Stripe oder die Treuhand laufen zu lassen
- Strohmann-Konten, fremde Identitäten, gefälschte Firmen, gefälschte Follower- oder Verifizierungsangaben
- Zahlung durch Dritte, die nicht Kontoinhaber oder vertretungsberechtigt sind (keine „Freund zahlt für mich“-Konstrukte)
- Aufteilen, Hin- und Herzahlen oder wiederholte Mini-Buchungen, um Prüfungen zu umgehen
- Bar, Krypto, Hawala, Off-Platform-Überweisung oder Gutschein-/Produkt-Tausch als Umweg, um denselben wirtschaftlichen Erfolg wie eine gewaschene Zahlung zu erreichen
- Nutzung der Plattform für Personen oder Firmen auf Sanktionslisten (EU, UN, OFAC)
Du sicherst zu, dass eingezahlte Beträge aus legaler Quelle stammen, du wirtschaftlich Berechtigter deines Kontos bist (oder für deine Firma vertretungsberechtigt), und dass Buchungen einem echten Kampagnenzweck dienen.
Fluenzino und der Zahlungsdienstleister (Stripe) dürfen jederzeit Identität, Firma, wirtschaftlich Berechtigte, Steuerdaten, Zahlungskonto und Mittelherkunft prüfen (KYC/KYB). Auszahlungen an Creator finden erst statt, wenn die dafür nötige Identitätsprüfung abgeschlossen ist. Bis dahin bleibt Guthaben beim Zahlungsdienstleister bzw. in der Treuhand-Logik der Plattform.
Wir dürfen Buchungen ablehnen, Konten stilllegen, Auszahlungen verzögern oder stornieren und Daten an Stripe, Banken oder die Financial Intelligence Unit weitergeben, wenn ein Verdacht auf Geldwäsche, Betrug oder Sanktionsverstoß besteht. Eine Vorab-Information an dich unterbleibt, soweit das Gesetz das verbietet.
3. Konto, Rolle und Wahrheitspflicht
Bei der Registrierung wählst du die Rolle Unternehmen oder Creator. Die Rolle ist für den Account fest. Angaben in Profil, Verifizierung und Buchung müssen wahr sein. Reichweite, Follower und Firmendaten dürfen nicht irreführen.
Creator werden vor dem Anbieten von Leistungen manuell verifiziert. Fluenzino kann Verifizierung ablehnen oder später entziehen, insbesondere bei Betrugsverdacht.
4. Buchung und Leistung
Das Unternehmen bucht über die Plattform eine konkrete Leistung (Beitrag, Video, Paket, Gutschein/Produkt, Vor-Ort-Termin). Der Creator kann annehmen, ablehnen oder im Briefing nachverhandeln. Änderungen laufen über die Buchung, nicht über private Kanäle.
Digitale Leistung gilt als geliefert, wenn der vereinbarte Nachweis (z. B. Live-URL, Screenshot, Datei) in der Buchung hinterlegt ist. Bei physischen Produkten gelten Versand und Empfang nach den in der Buchung festgehaltenen Daten. Bei Erlebnissen / Vor-Ort tragen die Parteien Hausrecht, Sicherheit und etwaige Versicherung selbst; Fluenzino ist nicht Veranstalter.
Werbung muss als Werbung erkennbar sein (Kennzeichnungspflicht). Der Creator ist dafür verantwortlich; das Unternehmen liefert die Vorgaben im Briefing.
5. Preise und Plattformgebühr
Angezeigte Endpreise für Unternehmen enthalten die Plattformgebühr. Die Gebühr hängt von der verifizierten Reichweite ab: 15 % unter 10.000 Followern, 12 % ab 10.000, 8 % ab 100.000, 5 % ab 500.000. Der Creator sieht seinen Nettobetrag. Gutschein- oder Produktvergütung ohne Cash-Anteil: das Unternehmen zahlt nur die Plattformgebühr.
Steuern auf die eigene Leistung (Umsatzsteuer des Creators bzw. des Unternehmens) sind Sache der jeweiligen Partei. Die Plattformgebühr kann umsatzsteuerpflichtig sein.
6. Zahlung, Treuhand, Fristen
Zahlung läuft über Stripe. Fluenzino ist kein Kreditinstitut. Kundengelder werden über den Zahlungsdienstleister abgewickelt. Nach Freigabe überweist Fluenzino den Creator-Anteil auf das Stripe-Connect-Konto des Creators. Ein Status „Freigegeben“ ohne Überweisung bedeutet, dass das Auszahlungskonto noch fehlt oder Stripe die Überweisung noch ausführt.
Nach Zahlung hat der Creator 72 Stunden, um anzunehmen oder abzulehnen. Schweigen führt zur automatischen Erstattung an das Unternehmen. Nach Lieferung hat das Unternehmen 72 Stunden zur Prüfung; ohne Widerspruch gilt die Leistung als abgenommen und der Betrag wird zur Auszahlung freigegeben.
Bei Streit entscheidet die Moderation nach den vorgelegten Nachweisen. Die Entscheidung kann Freigabe, Erstattung oder — soweit im System vorgesehen — eine Teilung bedeuten. Buchungen werden nicht gelöscht; sie bleiben nachvollziehbar (auch für Steuer und Geldwäscheprüfung).
7. Kein Umgehen der Plattform
Kontakt- und Zahlungsdaten dürfen im Chat nicht getauscht werden, um die Buchung an Fluenzino vorbeizuziehen. Private Abwicklung derselben Kampagne, um Gebühr oder Zahlungsprotokoll zu umgehen, ist Vertragsverstoß und kann zur Sperre führen. Das schützt beide Seiten — und verhindert parallele, nicht dokumentierte Geldflüsse.
8. Rechte am Content, Haftung, Sperre
Nutzungsrechte am gelieferten Content richten sich nach der Buchung / dem Briefing. Fehlt eine abweichende Abrede, erhält das Unternehmen die für die vereinbarte Kampagne nötigen einfachen Nutzungsrechte. Creator bleiben Urheber, soweit das Gesetz das zwingend vorsieht.
Fluenzino haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit nur für wesentliche Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden, höchstens in Höhe der Plattformgebühr der betroffenen Buchung. Keine Haftung für Erfolg der Kampagne (Reichweite, Umsatz).
Wir dürfen Konten bei AGB-Verstoß, Betrug oder Geldwäscheverdacht sperren. Offene Buchungen werden dann nach den Fristen- und Treuhandregeln abgewickelt oder erstattet.
9. Änderungen, Recht, Salvatorik
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Die jeweils akzeptierte Version gilt für bereits geschlossene Buchungen weiter. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Betreibers laut Impressum.
Sollte eine Klausel unwirksam sein, bleibt der Rest in Kraft. Es gilt die gesetzliche Regelung.